Vor über zehn Jahren lernte ich bei dem amerikanischen Reiki-Meister und Heiler Duff Cady eine von ihm entwickelte Methode namens Advanced Metaphysical Healing (AMH). Das ist eine Kombination aus Reiki, NLP, Reinkarnations-Therapie und Vergebungsarbeit. Damit sollte es möglich sein, chronisch verspannte Muskeln dauerhaft zu entspannen und ausgerenkte Wirbel dauerhaft an ihre ursprüngliche Position zu bewegen. Besonders begeisterte mich das Phänomen, dass man mit den Augen sehen und mit den Fingern spüren konnte, dass einzelne Wirbel sich zurück in ihre Ursprungsposition bewegten. Ob eine AMH-Anwendung tatsächlich dauerhafte Ergebnisse erzielen würde, konnte ich zu der Zeit nur glauben, weil man dies für einen längeren Zeitraum beobachten muss. Aus meiner Begeisterung für diesen Ansatz habe ich begonnen, AMH zu bewerben und nur noch damit zu behandeln. Es ließ nicht lange auf sich warten, da hatte ich von Montag bis Freitag und von morgens bis abends die Praxis voller Klienten, die sich über mehrere Wochen behandeln ließen und mich reichlich weiterempfahlen. So konnte ich in einigen Jahren zahlreiche Erfahrungen damit sammeln. Es stellte sich heraus, dass damit Dinge möglich wurden, von denen ich zuvor nur geträumt hatte. Wahrhaftig dauerhaft war die Wirkung allerdings nur in den seltensten Fällen. Ich erkannte, dass es zwar einige Methoden gibt, die das behaupten, jedoch langfristig keine Methode, für die das zutrifft. Erkennbar war, dass manche trotz eines krummen Rückens der Überzeugung waren, dass sie aufgerichtet und gerade seien. Die Faszination war also größer als die Realität. Um mit dem AMH einen Muskel zu entspannen oder um einen Wirbel einzurenken, braucht man etwa 20-40 Minuten. Um den ganzen Rücken zu entspannen und um die Wirbelsäule zu begradigen brauchte man mindestens 12 Doppelstunden, bei manchen aber auch bis zu 60 Doppelstunden. Die Entwicklung des Wirbelsäulen Reiki 2007/2008 fragte mich eine teilnehmende Ärztin, ob ich eine Idee hätte, wie man diese Methode beschleunigen und die Rückführung weglassen könnte, weil sie das unmöglich in ihrer Arztpraxis anwenden könnte. Ich überlegte kurz, kam auf eine Idee und zeigte ihr diese vor laufender Kamera. Nach ein bis zwei Jahren traf ich diese Ärztin wieder. Ich hatte das, was ich ihr gezeigt hatte, schon längst vergessen. Doch sie schwärmte davon und erklärte, dass sie in ihrer Praxis nur noch mit der von mir gezeigten Methode arbeite, dass sie damit hunderten von Menschen mit ihren Rückenproblemen helfen konnte und dass diese Methodik viel effektiver sei als das ursprüngliche AMH. Das verwunderte mich und ich probierte es aus. Sie hatte Recht. So wurde diese Methode zur Grundlage des Wirbelsäulen Reiki. Damals setzte ich es zunächst als Erweiterung des AMH ein und nannte es für einige Jahre AMH Plus. Buddhistische Geistheilung und Reiki Wirbelsäulen Reiki ist eine Disziplin des Shingon Reiki. Die Methode ist eine Kombination aus Buddhistischer Geistheilung und Reiki. Buddhistische Geistheilung ist die meditativ-rituelle Anwendung von Mantras, Siddham und Mudras. Auf Japanisch nennt man das Shingon 真言. Wortwörtlich bedeutet Shingon „Wahre Worte“. Gleichzeitig ist Shingon die japanische Übersetzung für Mantras, Siddham und Mudras. Mantras sind heilige Worte mit einer segensreichen Wirkung. Siddham sind die dazugehörigen Symbole. Mudras sind Handhaltungen und Gesten in der Meditation zur Bündelung von geistigen Kräften. Reiki bedeutet „Spirituelle Lebensenergie“. So kann man Buddhistische Geistheilung und Reiki mit dem Begriff Shingon Reiki übersetzen. Methodisch läuft das so ab, dass man zunächst einen zu behandelnden Muskel oder Wirbel sucht, das Usui-Mudra einnimmt und damit den Körper berührt. Dann gibt man dort eine Reiki-Mentalheilung und ergänzt diese mit dem Siddham Hrih und dem geheimen Mantra des Herz-Sutras. Das Mantra ist nicht wirklich geheim, wird aber im Herz-Sutra als „Geheimes Mantra“ beschrieben. Während des Reiki-Gebens wird nun das Mantra solange rezitiert, bis es gut ist. Dann wird der Muskel oder Wirbel händisch geprüft und man geht weiter zum nächsten.